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zum NEWSarchiv / 16.09.2017: Neubau für die Sekundarstufe II feierlich übergeben

Ein Bericht von Gerhard Beil im Pfalz-Express vom 16.09.2017
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Rheinzabern – Bei einer dem Anlass gebührenden Feier übergab Landrat Dr. Fritz Brechtel am Samstag den Neubau für die Sekundarstufe II der IGS Rheinzabern an die Schulgemeinschaft, womit zugleich die Bauarbeiten weitgehend abgeschlossen sind.

 

Seit dem Ersten Spatenstich 2012 wurde zunächst der Neubautrakt für die Sekundarstufe I errichtet, dann mit der Sanierung im Altbestand begonnen, schließlich das Gebäude für die Gymnasiale Oberstufe mit naturwissenschaftlichen Fachsälen, Bibliothek und Klassenräumen. Das langjährige Provisorium in Containern gehört der Vergangenheit an. Im Frühjahr 2018 werden die ersten Abiturienten ihr Zeugnis erhalten.

 

Ingo Lücking, stellvertretender IGS-Schulleiter, begrüßte die Gäste mit einem Zitat von Hilde Domin, das Gründungsschulleiter Peter Allmann zu Beginn des Schulprojektes im Jahre 2009 verwendete: „Nicht müde werden, sondern dem Wunder leise, wie einem Vogel, die Hand hinhalten“. Tatsächlich mussten 16 Jahre zurückgelegt werden, denn vor dem ersten Spatenstich war der Schulstandort im Rahmen des Schulentwicklungsplans des Landkreises auszuweisen.

 

Landrat Brechtel sprach von einem großen Tag für die Verbandsgemeinde und den Landkreis Germersheim. Über 14 Millionen Euro flössen insgesamt für das Projekt, dessen Kosten sich Verbandsgemeinde, Kreis und Land teilen. Brechtel dankte ausdrücklich dem Land Rheinland-Pfalz für die Unterstützung, aber auch allen anderen Personen und Institutionen, die zum Gelingen beitrugen.

 

Schulleiter Axel Weinstein würdigte in seiner Ansprache den Neubau als ästhetisches Werk, das hell, strukturiert und klar gegliedert sei. Weinstein machte dabei einen Exkurs in die antike Götterwelt. Scheint bei der Ästhetik des Neubaus Gott Apollo Pate gestanden zu haben, so müsse aber auch Gott Dionysos, der Gott der Freude, des Überschwangs und des Trostes, die Hand im Spiel gehabt haben. Schließlich habe man es im Schulalltag mit Antipoden wie Chaos und Ordnung, mit Spontaneität, Kreativität und anderen Emotionen zu tun, die ausgeglichen werden müssen.

 

Bürgermeister Uwe Schwind, der sich seit Beginn seiner Amtszeit des Schulprojekts intensiv angenommen hatte, war durchaus stolz auf das Werk, wobei er, der Jurist, augenzwinkernd an die noch bestehenden Eigentumsverhältnisse erinnerte. Noch steht die Schule auf Grund und Boden der Verbandsgemeinde, erst nach Fertigstellung geht sie ins Eigentum des Landkreises über. Schwind erinnerte auch an den pädagogischen Auftrag der Schule, der – endlich frei von baulichen Störungen – neuen Schwung erhalten dürfte.

 

Ortsbürgermeister Gerhard Beil bedankte sich für das Werk und stellte die Rolle der Schule als bedeutendsten Kulturträger der Gemeinde heraus, weshalb er sich viele Synergien wünschte, stecken doch viele Fähigkeiten in den Pädagogen, die das Kultur- und Vereinsleben oder etwa die Volkshochschule bereichern könnten. Nicht zuletzt plant man schon weitere gemeinsame Projekte. Beil regte an, den Heimatraum zum Unterrichtsstoff zu machen. Wie seine Vorredner, betonte er die Notwendigkeit sozialer und emotionaler Kompetenzen, weswegen auf Erziehung zu Humanität und Toleranz nicht verzichtet werden könne. Gerhard Beil kündigte an, einen Abitur-Preis zu stiften, der genau in diese Richtung ziele.

 

Susanne Rauch überbrachte die Grußworte des Schulelternbeirats, während Lara Hellmann und Lukas Rauch für die Schülervertretung sprachen. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Chor (Leitung Dorothee Jehling) und dem Solisten Max Pfirrmann, 5a, begleitet von Lehrer Rolf Kern. Ein Lehrerquartett (Axel Weinstein, Rolf Kern, Dorothee Jehling und Sebastian Hackel) rundete die Feier ab.

 

Anschließend bestand ausgiebig Gelegenheit zur Besichtigung des Hauses oder aber zum Gang übers Schulfest, für das sich die Schüler mit vielen kulinarischen Köstlichkeiten vorbereitet hatten. Bei fast mediterranem Flair im Schulhof klang das Schulfest aus.




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